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II Woche der Osterzeit – Donnerstag

Nach dem Heiligen Geist fragen

Man führte sie herbei und stellte sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. Apg 5,27-32

Die Schaffung des Universums und der Heilsplan des Menschen sind die Meisterwerke Gottes. Die eine und der andere sind nie ein für alle Mal vollendet, aber sie erstrecken sich in der Geschichte bis zum Ende der Zeit, die niemand weiß, was sie ist, aber durch Glauben wir wissen, dass es geschehen wird. Mit verschiedenen Rollen wirkt die ganze Allerheiligste Dreieinigkeit im Heilsplan. Im Alten Testament ist die Hauptfigur der Vater; vom Hut in Betlehem bis zur Auferstehung Jesus von Nazaret ist der Sohn; in der Zeit der Kirche ist die Hauptfigur der Heilige Geist. Um die Rolle und die Macht des Heiligen Geists zu bemerken, braucht man nur, die Veränderung Petrus nach Pfingsten, als er vom ängstlichen Mann, der Jesus dreimal verleugnet hatte, zum mutigen Verkünder des Evangeliums im Text von heute geworden ist. Wir auch haben durch die Taufe den Heiligen Geist bekommen, aber in den Momenten, wenn wir gerufen werden, Zeugnis unseres Glauben zu geben, haben wir nicht denselben apostolischen Mut und dieselbe Aufrichtigkeit Petrus. Warum? Sicher ist der Hauptgrund der Zustand der Gnade, den Petrus am Anfang der Kirche überflüssig bekommen hat; aber es hängt auch davon ab, dass wir das Geschenk des Heiligen Geists bekommen haben, als wir klein waren und den Glauben nur potenziell hatten. Vielleicht auch bei unserer Firmung haben wir nicht keinen großen geistlichen Weg gelaufen. Wir müssen noch das Geschenkpaket der bekommenen Geschenke komplett auspacken und den Heiligen Geist sich in uns verbreiten lassen, wie er sich in Petrus verbreitete. Die einzige Art, die wir haben, um an diesem Verbreitungsprozess mitzuarbeiten, bestehet nur aus unserem Beten. Wir müssen beten, damit der Herr unseren Glauben vermehrt und der Heilige Geist sich in uns verbreitet: in unserem Geist, in unserem Herz, in unserem Mund und in unseren Täten. Das ist das Gebet, das Jesus selbst uns danach fragt, zu beten: „Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kind gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten“ (Lk 11, 13).

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