DEFS135

6 Januar, Erscheinung des Herrn

Lass uns auch dem Stern folgen 

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:  Du, Betlehem im Gebiet von Juda, /  bist keineswegs die unbedeutendste / unter den führenden Städten von Juda; / denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, / der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. Mt 2,1-12

Es war ein großes Erstaunen voller Bewunderung, womit wir im Jahr 2000 dem Erscheinen eines Kometen folgten, der den Himmel durchquerte. Es ist gut, die Augen zum Firmament zu erheben, in die Höhe zu blicken, um den Wunsch nach dem Unendlichen, der in allen Menschen wohnt, zu äußern. Bei anderen Geschöpfen, wie den Kristallen, den Blumen oder den Tieren, äußert sich dieser Wunsch als ein natürliches Streben nach der Perfektion, der schönsten Gestalt: von der Blume, die sich der Sonne zuwendet, um woraus das Licht zu bekommen, das ihre Farben glänzend macht, bis zu der Hauskatze, die sich das Haar sorgfältig poliert.

Um sich seiner Perfektion zuzuwenden, kann der Mensch sich nicht in schönen Gestalten beschränken: Er muss einen geistlichen Weg laufen. Er muss auch, wie die Drei Könige, sich von einem Stern leiten lassen, der ihn bis zum Herrn führen wird: Das wird der Ort der Verehrung sein. In unserer Gesellschaft gibt es viel Smog, nicht nur atmosphärischen Smog, der uns vermeidet, die Sterne zu sehen, aber das erstickt nicht den Wunsch nach dem Unendlichen, der in uns allen ist. Wenn dieses Streben nicht im Bereich des Glaubens vervollständigt wird, sucht man andere Bereiche. Man neigt jedenfalls dazu, weiter zu gehen, nicht die Grenzen, die der Mensch immer übertreffen will, zu akzeptieren. Vor der Einschränkung der Sünde kann man sie mit dem Beten übertreffen oder sie einreißen, indem man behauptet, dass alles erlaubt sei: In beiden Fällen geht man immer weiter, indem man steigt oder sich erniedrigt. Deswegen setzen die Eltern, die wählen, ihren Kindern keinen Glaubensweg zu empfehlen, sie Gefahren jeder Art aus, wie die Nachrichten leider zeugen.

Während einer Versammlung genau in diesen Tagen bei der Katholischen Universität, hat eine Kollegin diese Betrachtungen bestätigt, ohne das zu wissen. Sie hat gesagt, dass sie darüber erschüttert war, es zu bemerken, dass die Jungen, denen sie in die Wiedereingliederungsgemeinschaft, die sie koordiniert, folgt, sich so verhalten, als sie immer weiter mit ihren Übertretungen gehen wollten. Sie hat betrübt geschlossen: „Aber so gibt es keine Grenze dem Bösen!“ Dieser heute sehr verbreiteten Gefahr bewusst, fragen wir den Herrn nach der Kraft und der Begeisterung, um den Jungen andere Straßen zum Unendlichen zu empfehlen.

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