DEFL250

XIX Woche im Jahreskreis – Samstag

Das Reich ist der Kleinen 

Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich. Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter. Mt 19,13-15

„Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich“. Nachdem wir diese Ermahnung Jesu gelesen und wie möglich verstanden haben, müssen wir sie aber in unserem Herz halten und ihr Zeit geben, um sie anzunehmen, wie das Wasser, das nach dem Regen im Boden eindringt. Vom Fenster unseres Haus in Castiglioncello sehe ich Letizia und Carlotta, die barfuß mit dem Wasser und den Steinchen des Gartens spielen.

Was meint Jesus, wenn er sagt, dass ins Himmelreich nur diejenigen eintreten, die wie sie (die Kinder) ihn empfangen können?  Es gibt die große Gefahr, das als unmöglich zu betrachten, oder das nostalgisch zu lesen, war stattdessen sehr konkret und tief ist. Wir sind an den äußersten Punkte der christliche Weisheit, die wir jedesmal erreichen, wenn wir einen Kranken, einen reumütigen Sünder, eine Witwe oder ein Kind treffen. Das Kind weiß, dass sein Lehen komplett von den anderen abhängig ist. Er sieht dauernd um sich, um die Wirklichkeit zu entdecken, indem er vor ihr spontan reagiert, indem er in einem Augenblick vom Weinen zum Lachen übergeht. Das Kind entdeckt das Leben und die Sachen mit Erstaunen, es spielt mit allem fantasievoll, es lebt natürlich seine Gefühle, es zankt und vergibt sofort, er vertraut blind den Eltern und, wenn er schläft ein, schläft es ruhig, ohne Sorge. Die Kinder können diese oder jene Figur träumen, auch wenn sie wissen, dass es nur ein Spiel ist. Sie leben in der Gegenwart und vertrauen den Erwachsenen für die Zukunft. Menschlich gesprochen, sind die Kinder Konkretheitslos: Sie haben die Lagen vor, die der erwachsene Mensch meidet, um sich der Tätigkeit der Selbstrealisierung zu widmen. Die Kinder des Evangeliums sind diejenigen, die dem Herrn folgen, ohne Bedingungen zu machen, indem sie blind dem Plan, der er für sie hat, vertrauen. Dann kommt uns eine Frage: „Ist es richtig, eine reife Intelligenz, einen gesunden Menschenverstand, die natürlichen Gaben, die wir im Laufe der Jahre verfeinert haben, nicht zu benutzen, wenn man Familien-, Beruf- und Gesellschaftsverantwortungen hat?“ Sie sind Gaben, die verwendet werden müssen, denn sie entstehen aus Gott, aber sie müssen im Bereich des Lebensplan, den der Herr uns anvertraut hat, verwendet werden. Genau wie die Kinder tun, die ihre Tage leben, indem sie das tun, was die Erwachsenen wählen, und alle natürlichen oder angenommenen Gaben, die sie haben, einfach verwenden.

Gib uns, Herr, den gesunden Menschenverstand des Kinds, der genau aus seiner Schwachheit entsteht. Lehr uns, die Kinder zuzuhören, um uns von ihrer Weisheit erleuchten zu lassen. Gib uns, Herr, den Glauben, um deinen Plan wie Kinder anzunehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.