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XVIII Woche im Jahreskreis – Freitag

Das Kreuz, das den Triumph kennt 

Damals sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Will jemand mein Nachfolger sein, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich: dann kann er mein Nachfolger sein. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden (oder: gewinnen). Denn was könnte es einem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben (oder: seine Seele) einbüßte? Oder was könnte ein Mensch als Gegenwert (= Kaufpreis oder Lösegeld) für sein Leben (oder: seine Seele) geben? Denn der Menschensohn wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen und dann einem jeden nach seinem Tun vergelten. Wahrlich ich sage euch: Einige von denen, die hier stehen, werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn in seiner Königsherrschaft haben kommen sehen.« Mt 16,24-28

Der Anfange des Weg des Jesus Folgen lässt uns an einen Jungen denken, der ein schönes Fräulein nachläuft, denn er wird von seinem Charme fasziniert, ohne sich vorzustellen, dass später eine Ehe, eine Familie, Kinder zu erziehen, immer größere Wohnungen zu kaufen, Einsatz und viele Verzichte kommen werden. Alle gute Sachen, die große Befriedigung mitbringen, die aber am Anfang der Junge sich nicht vorstellte, mindestens nicht wie sie im Laufe der Jahre geschehen würden. Das ist, was den ersten Fischern, die Jesus gefolgt haben, passiert ist. Sie hatten ein schon bestimmtes Leben vor sich, mit gemeinsamen Träumen, und einen Tag kam Jesus vorbei, sie fühlten seinen Reiz, er hat ihnen gesagt: „Folgt mir“, sie haben so getan und sie haben eine ganz verschiedene Welt entdeckt: andere Gedanken, andere Träume, andere Worte, andere Pläne. Und vor allem, ein anderes, an Wunder und Offenbarungen reiches Leben, das ihnen den Verstand und das Herz den Geheimnissen des Himmelreicht geöffnet hat. Auch diese Erfahrung ist aber ihnen nur eine Einleitung gewesen, und sie ist so denen, die wirklich dem Herrn folgen, der auf einem gewissen Punk des Wegs einen radikalen Vorschlag wie den von heute macht: „Will jemand mein Nachfolger sein, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich: dann kann er mein Nachfolger sein. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden“. Wie den ersten Jüngern es war, wird diese Lebenswahl am Anfang wie ein Opfer von sich selbst gefühlt, und sie wird abgelehnt: Der Reiz, die Träume und die neuen Pläne, die Wunder und die Gleichnisse Jesu sind gut, aber das Leben ist etwas Anderes, man kann nicht damit Spielen. Im Laufe der Zeit werden wir Schritt für Schritt, Erleuchtung nach Erleuchtung bewusst, dass jener Vorschlag des Herrn ist die einzige Weise, um ins Herz des Evangelium wirklich einzutreten. Von da an, kann man die Geheimnisse des Reichs nicht eindringen, wenn man sie nicht lebt. Dann wird es wichtig, das vergangene Leben, Frucht anderer Gedanken, anderer Träume, anderer Wählen und Grund anderer Kreuze, zu hinterlassen, um das Leben, das Jesus vorschlägt, anzunehmen. Am Ende ist dieses Kreuz, das den Übergang von einem für sich selbst gelebten Leben zu einem dem Herrn und den Menschen gegebenen Leben repräsentiert, das uns den Geheimnissen des Reichs und der Freude öffnet. Endlich ist es auch der Grund des Triumphes der irdischen und endgültigen Auferstehung.

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