DESM019

25 Juli, Jakobus, Apostel        

Die Kraft des Geists

Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt.Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht. Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben und darum reden wir. Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch (vor sein Angesicht) stellen wird. Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre. 2Kor 4,7-15

Das, was manche Menschen Gottes im Leben verwirklichen, ist so groß, dass man nichts anderes tun kann, als für die Kraft des Heiligen Geists, der sie belebt, zu jubeln. Man soll nur an Paulus, an Petrus, an Daniele Comboni und Mutter Teresa, an die letzten Päpste denken, um wirklich die Tatsache zu berühren, dass der Heilige Geist außerordentliche Sachen macht, indem er Menschen benutzt, die ganz normal waren, als der Herr sie rief. „Alles vermag ich durch ihn – sagt Paulus – der mir Kraft gibt“ (Phil 4, 13). Das ist die Kraft jenes Schatzes, der im Text von heute in „zerbrechlichen Gefäßen“ enthalten ist. Diesen Menschen, in denen der Herr mächtig wirkt, ist alles einfach und gleichzeitig auch schwierig, denn der Teufel das Unmögliche tut, damit die Pläne Gottes nicht verwirklicht werden. Es gibt vor allem einen Preis zu bezahlen: „Wir werden in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird“. Sie sind Menschen, die sich nie halten, nie zusammensacken. Sie stehen immer, wie das Stehaufmännchen, eine Puppe mit einer runden Basis, die wir hatten, als wir Kinder waren, die mitten in der Basis ein Stück Blei hatte, das ihr erlaubt, immer in aufgerichteter Lage zu stehen, auch wenn wir versuchten, sie niederzuschlagen. Sie sind unbesiegbare Menschen, denn sie vom Geist Christi belebt sind, und sie wirken immer im Dienst zu den anderen mit dem Ereignis, wie Paulus sagt, dass in ihnen immer der Tod und in den anderen das Leben wirken. Das ist dasselbe Mysterium der Liebe Gottes, die sich durch Jesus von Nazaret am Kreuz gibt, damit wir ein neues Leben jeden Tag leben können. Wenn wir noch einen Beweis brauchen, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist – wie der Zenturio unter dem Kreuz sagt, bieten uns diese Leute ihn in jenem Moment: In den Taten, mit den Worten, mit den Akten, mit den Augen, und mit ihrem Lächeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.