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XIV Woche im Jahreskreis – Samstag

Gottes ewige Schaffung

Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen. Mt 10,27-33

Es gibt viele Gründe, wofür wir dem Herrn danken müssen, wenn wir ihn in der Ewigkeit persönlich treffen werden. Zuerst, denn er hat sich während dieses unseres Spaziergangs durch die Zeit in zahlreichen verschiedenen Arten kennen lernen lassen. Sein Wort nicht nur erleuchtet das Geheimnis, das uns umgibt, aber es war seit dem Anfang schöpferisch: „Es werde Licht“. Und es wurde Licht; „Es werde das Firmament!“, und es wurde das Firmament. Gott hat nicht nur bei der Schöpfung gesprochen, aber während die ganze Heilsgeschichte und die Bibel, über die wir jeden Tag nachdenken, ist Beweis dafür. Er hat zu Abraham, den Patriarchen, zu Mose, den Propheten gesprochen; manchmal direkt, manchmal durch die Engel, oder indem er mit seinem Geist die Menschen erleuchtet hat. Er hat uns auch direkt gesprochen, als er seinen Sohn in der Person von Jesus von Nazaret gesandt hat. Und Jesus hat uns den Gedanken des Vaters, die Mysterien des Himmelreichs offenbart, und er hat licht in den Grund des Lebens und des Todes, der Freude und des Leidens, in die Wirklichkeit unserer Sünde und in unser künftiges Schicksal gebracht. Die Offenbarung  hat dann durch die Kirche, die Erscheinungen Mariä und den Heiligen Geist, der nach und nach die Apostel, die Heiligen, und alle, die ihn mit aufrichtigem Herz gesucht haben, erleuchtet hat, fortgesetzt. Im Laufe der Jahre, müssen wir erkennen, dass er auch uns bei unserem kleinen Familienweg erleuchtet hat. Es ist eine dauernde, durch das Zuhören des Wortes reif gewordene Vertrautheit, in der er uns wie im Evangelium von heute immer gefragt hat, das von den Dächern zu verkünden, was er uns ins Ohr flüsterte. Wir denken, dass wir haben das getan, aber nicht genug, nicht insofern, als uns der Herr danach fragte, und noch nicht insofern, als die Gesellschaft, in der wir leben, braucht. In den künftigen Jahren glaube ich, dass der Herr fragt uns, immer mehr im Verkünden des Evangelium beschäftigt zu sein, unser Wort mehr zur Verfügung seinem Geist zu stellen, „ob man es hören will oder nicht“ (2Tim 4,2). Wenn wir das tun, werden wir alle Mitte des ewigen schöpferischen Akt Gottes sein.

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