DEFS161

VI Woche im Jahreskreis – Sonntag

Christus ist auferstanden: Auch wir werden auferstehen

Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. 1Kor 15,12.16-20

Wenn wir eine Nachforschung unten den Christen heutzutage anstellten, würden wenige vielleicht bestätigen, dass sie an die endliche Auferstehung des Leibes glauben, während alle überzeugt sind, dass es das ewige Leben gibt. Das Grund dazu ist vielleicht, dass, wenn man an das selige Leben in der Gemeinschaft der Heiligen denkt, man nicht braucht, in seinen Leib zurückzukehren, in dem man die eigenen Grenzen, Unverständnis und soziales Unrecht gelebt hat. Auch in der Kirche von Korinth, die außerdem von der Auferstehung feindlichen philosophischen Einflüssen gestört wurde, war es so.

In der stelle von nimmt Paulus dieses Thema in Angriff, nachdem er eine gute Vorbereitung dazu im ersten Teil des Briefes geschrieben hat, indem er behauptet, dass am Ende der Zeit unser Leib auferstehen wird. Er behauptet, das die Verneinung der Auferstehung der Toten die Verneigung derselben Auferstehung Christi einschließt, und so auch den Zerfall des ganzen Christentums. Unser Überlegung von heute beginnt dagegen mit der Sicherheit der Auferstehung Christi und der Wirklichkeit des mystischen Leibs der Kirche: Wenn Christus, sein Haupt, auferstanden ist, wird auch der Rest des Leibs am Ende auferstehen, denn es ist unglaublich, dass Christus von uns am Ende wegen unseres körperlichen Todes trennt, nachdem er so sehr uns geliebt hat.

Das ist die theologische Wahrheit, an die unser Glaube sich klammern muss. Sonst, sagt Paulus, „ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos“ (1Kor 15, 14). Und „wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren“.

Es wäre besser so, an die endliche Auferstehung der Toten zu glauben, ohne sich weitere Fragen zu stellen: Wir werden auferstehen, denn Jesus Christus auferstanden ist, und damit Schluss. Wann und wie das passiert, das werden wir am Ende der Zeit sehen. Mit diesem Glaubensakt haben wir auch ein Grund dazu, ans Ende der Zeit, die wir leben, zu glauben, d.h. die Parusie, eine andere Wahrheit, die man ohne zu viele Überlegungen annehmen soll, aber nur denn Jesus Christus hat sie offenbart.

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