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II Woche im Advent – Freitag

Das Evangelium der Freude und des Friedens

Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen:  Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen. Mt 11,16-19

Die hier beschriebene Generation ist der heutigen gleich, denn heute scheint es, dass nichts die Menschen glücklich darüber machen kann, was sie haben und was sie tun. Obwohl es nicht Menschen von Glauben fehlt, die dankbar dem Herrn für die Sachen sind, die er ihnen gibt, ist die dominierende Kultur ganz anders. Die Nachrichten, die jeden Tag unseren Raum füllen, unterstreichen immer die negativen Aspekte der Wirklichkeit, und so verursachen sie Gefühle der Unzufriedenheit oder auch sogar Rebellion. Im Laufe weniger Jahrzehnte hat man endlose Streike und Protestaktionen gesehen, um die Wochenarbeitszeit zu vermindern, wie auch gleiche Umzuge, um die Arbeit zu fordern, die ausgeblieben war. Das schwerste Problem liegt aber in einer einfachen psychologischen Dynamik, die gerade herrscht: Verhalten nähren sich selbst und werden oft allein größer. Wer tendenziell unzufrieden ist, der findet immer neue Gründe dafür, um noch unzufriedener zu sein. Wer stattdessen zufrieden ist, der ist der Bürger des Himmelreichs, der immer die Zeichen der Gottes Liebe in der Wirklichkeit um ihn sehen kann: vom Blick der Kinder bis das aufeinander Folgen der Jahreszeiten und das täglichen Brot. Für ihn hört der Wünsch auf, etwas anderes zu haben und die Sucht danach, irgendwo anders zu sein. Mit diesem Herzensfrieden ist es möglich, besser den Plan, den Gott für uns vorbereitet hat, zu erkennen und sich einzusetzen, um ihn zu verwirklichen. Sich auf diesen Zustand zu stellen bedeutet, wie wir mehrmals erfahren haben, mit Geistleichtigkeit zu leben, indem wir die unvermeidlichen Hindernisse, die das Leben uns entgegenstellt, überstehen und die Freuden, die es uns anbietet, genießen.

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