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XXIII Woche im Jahreskreis – Samstag

Die zwei Häuser  

Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu tief grub und den Grund auf den Felsen legte. Als nun eine Überschwemmung entstand, da brandete der Strom gegen dieses Haus, und er konnte es nicht erschüttern, weil es auf den Felsen gegründet war. Wer aber hört und nicht tut, der ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf das Erdreich baute, ohne den Grund zu legen; und der Strom brandete gegen dasselbe, und es stürzte sofort ein, und der Zusammenbruch dieses Hauses war gewaltig. Lk 6,47-49

Das Evangelium von heute beschreibt zwei Häuser: das erste ist auf den Felsen gegründet, erträgt die Stürme und ist das Haus, wo wir alle wohnen möchten; das zweite ist auf das Erdreich gebaut und sein Schicksal ist, mit dem schlechten Wetter einzustürzen, und niemand würde es als Wohnung wählen. Die Unmittelbarkeit dieser Bilder lässt uns fast wirklich den Einsturz sehen, der früher oder später die mitreißt, die wählen, ihr Leben nicht auf Jesus Christus und die Werte des Evangeliums zu bauen. Vor wenigen Tagen dachten wir über den sofortigen Einsturz der Berufs- und Gefühlslage eines teuren Freunds nach. Wir waren sehr traurig, denn wir konnten ihm nicht helfen, und gleichzeitig davon getroffen, wie sofortig sein Zusammenbruch gewesen war, da kürzlich früher er eine von viele beneidenswert gehaltene Lage hatte. „Leider war es ein auf das Erdreich gebautes Schloss“ erklärt unser Vater. Hinter Lagen, die unerklärlich kompliziert und schmerzlich werden, gibt es sehr oft tatsächlich Wahlen, die uns vom Plan des Wohls und der Liebe entfernt haben, den der Herr für jeden hat. Man wählt, auf das Erdreich der inneren Regungen, der Gefühlsseligkeit und der Leidenschaften zu bauen: Sie sind Wirklichkeiten, die uns von der Gnade Gottes entfernen und uns seines Schutzes berauben. Der herrschende Relativismus der heutigen Kultur hat uns daran gewöhnt, alles zu rechtfertigen, indem er das evangelische Gebot, nicht den Nächsten zu urteilen, mit der gleichgültigen Aufnahme jedes Verhaltens, auch das von den Werten des Evangeliums am weitesten entfernte, durcheinanderbringt. Wir riskieren so, alles durcheinanderzubringen und den Sinn der Lehre von heute zu verlieren: Nur die auf die Gnade des Herrn gebauten Häuser können die Stürme des Lebens ertragen. Sie werden immer und allen geschehen, aber die, die gewählt haben, das Leben auf die Lehren des Evangeliums zu gründen, die Kraft bekommen, bis zur Wiederkehr des heitereren Himmel durchzuhalten.

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