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XXII Woche im Jahreskreis – Samstag

Astrologie und Fatalismus  

Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Sein Diener bin ich, Paulus, geworden. Kol 1,21-23

Paulus ist nie in Kolossai gewesen, einer dem Handel gewidmeten Stadt, die bei einem Knotenpunkt in Südphrygien neben Achaia lag. Der Gründer jener Gemeinschaft war Epaphras, ein reicher Händler, der wahrscheinlich Paulus in Ephesos während seiner Geschäftsreisen kennen gelernt hatte und konvertiert hatte. Epaphras stand immer in Verbindung mit Paulus, den er oft nach praktischen und Lehreempfehlungen fragte, um die Kirche in Kolossai zu leiten. In jener Gemeinschaft fing eine gewisse gnostische Bewegung an, sich einzuschleichen, die die Angelmächte sehr hervorhebt, die sie als notwendige Verbindungsglieder zwischen Gott und den Menschen betrachtet werden und denen ein großer Einfluss über dem Kosmos, im Besonderen über den Sternen und ihren Effekten im Leben der Menschen, zuerkennt wurde. Diese Probleme werden heute von den Astrologen, Zauberern und Kartenlegern verursacht, die die schwächsten Menschen zum „Fatalismus“ und „Prädeterminismus“ führen und komplett die erlösende Macht Jesu Christi auslaugen.

Gegen solchen subtilen Fehler klagt Paulus im Text von heute gänzlich den universellen Vorrang des Herrn, beide auf der Ebene der Schöpfung und auf jener der Erlösung. Paulus erinnert den Christen der Gemeinschaft in Kolossai daran, welcher geistlichen Armut Christus sie durch das Opfer seines Tods am Kreuz entzogen hat: „Auch euch […] hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest“. Auch heutzutage verlieren viele Menschen leider fast unbewusst den Glauben an die erlösende Macht Jesu Christi, denn sie verlassen sich auf die trügerische Führung von Astrologen, Zauberern und Kartenlegern, die nur zu ihrem Vorteil wirken.

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